Neuheiten 2017

Theater, Mythen, Fingerpflanzen

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Arno Tauriinen: Goldgefasste Finsternis. Roman. VÖ. März 2017.

Arno Tauriinen: Goldgefasste Finsternis

Arno Tauriinen, geboren 1967 in Wien, ist nachtaktiver Autor. Er sammelt Raubtierzähne und alte Bücher und lebt, wenn er nicht in Wien als Neurologe arbeitet, im Tirolischen. Mit „Goldgefasste Finsternis“ hat er uns ein Kleinod in Romanform zur Veröffentlichung überlassen, das von besonderen, sonderbaren, skurrilen, eigenwilligen Szenerien und Figuren lebt – eine spätbarocke, üppige Szenerie.
Die ganze Welt wird zum Theater und Gott selbst ist nur der Chef eines gigantischen Theater-Miraculums!

Mit einem Stil, der uns wohltuend an die Phantasten des Fin de Siecle erinnert, entwirft Tauriinen (Pseudonym) ein ungeheures Miraculum an Figuren und Szenen. Mit der höchsten jemals gemessenen Mozart-Dichte in einem Buch, Gastauftritten von Gustav Mahlers Halbbbruder, dem berühmten Schiftsteller Prauz und dem Theatermagier Lucius Onagre ersinnt Tauriinen in seinem Roman ein Labyrinth aus Komik und Düsternis, wie es wohl nur österreichische Autoren zu bauen verstehen. Ein bißchen Kafka, ein wenig Dick, eine gute Portion Georg Kreisler: „Goldgefasste Finsternis“ ist ein Schatzkästchen an Einwortbonmots, eigenwilligen Figuren und Orten.

Mit den Illustrationen von Max P. Häring rundet sich das Werk zu einem literarisch und visuell opulenten Lesevergnügen.

„Wenn es jemals einen Menschen gab, an den wir mit unserem ganzen Herzen glaubten, wenn es jemals einen Menschen gab, dem unsere ganze Liebe gehörte, wenn es jemals einen Menschen gab, an dessen unbedingtes Genie wir glaubten, dann war es Lucius Onagre, der Theatermacher, der vor mehr als siebzig Jahren nach der Premiere seines letzten gewaltigen Werkes ‚Basilisk‘ spurlos verschwand.“

Erstlesung bei der UV-Lesung am 24. März 2017 in Leipzig.
Weitere Aufführungen der „Goldgefassten Finsternis“ finden Sie HIER (LINK)

Buch Goldgefasste Finsternis - erhältlich überall im mutigen Buchhandel!
Anna Kim. Fingerpflanzen. Vorläufiges Cover. Motiv: Kristian Evju

Anna Kim: Fingerpflanzen

Die Autorin von „Anatomie einer Nacht“ und „Die große Heimkehr“ tritt mit „Fingerpflanzen“ erstmals als geistreiche Verfasserin kurzer – oftmals von surrealen Ideen durchwirkten – Erzählungen in Erscheinung. Surreales wandert mit subtilem Witz in die Realität hinein und nimmt den Leser mit in eine Welt der sich erfüllenden Fantasien, der verselbständigten Visionen und Wünsche. Die Erzählungen wurden oftmals durch Bilder des Künstlers Kristian Evju inspiriert.

Auslieferung ab 5. August 2017
Buchpremiere: 28. Juli 2017 – in der Venet Haus Galerie Neu-Ulm im Rahmen der Ausstellungseröffnung Kristian Evju
Weitere Lesungen in Vorbereitung.

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Katalog Bickford Umschlag

Tommi Brem / Bruce Bickford / Nicholas Garaas (Hrsg.):
Herr Bickford entdeckt ein neues Land
Mr. Bickford discovers a new Land

„Auf einem Pappkarton liegt Bruce Bickford. Vielfach aus Knetmasse modelliert. Die kleinste Figur so klein wie ein Fingernagel, und doch unverkennbar Bruce Bickford, andere haben in etwa die Dimension eines Fingers. Dazu zwei Dutzend Zwischenstufen. Im Film wächst diese Figur dann, oder schrumpft in ungefähr zwei Sekunden, man nennt es „Replacement Animation“. Für jedes Einzelbild wird jede Figur von Bickfords Händen geformt, platziert und bewegt. Tausende Einzelbilder, und jedes trägt nicht nur seine Handschrift, sondern seinen Fingerabdruck, im wortwörtlichen Sinn. Wie konnte sich die Filmindustrie, zu der er immer wieder unermüdlich Zugang suchte und noch sucht, diesen Arbeiten verweigern? (…)“

Bruce Bickford, geboren 1947 in Seattle, hat eigentlich ein breites Publikum verdient. Leider ist er einer der Künstler, die fast ausschließlich in einer sehr eng gesteckten Nische bekannt sind. Bickford hat fast schon Glück, immerhin ist er in zwei Nischen verwurzelt: bei den Frank Zappa – Fans und bei den Liebhabern von Trickfilmen. Jetzt endlich, da längst überfällig, die erste Monographie zum Werk von Bickford – kuratiert und gestaltet von Tommi Brem.

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